Apple fing mit seinem iPad an, wovon viele Firmen träumen: Ein universell einsetzbares Tablet-PC, das nicht nur schick aussieht, sondern auch sehr gut funktioniert. Nun hat Samsung sein Galaxy Tab 10.1 präsentiert und möchte dem iPad 2 ein starker Konkurrent sein. Allein vom Aussehen macht das Galaxy Tab schon etwas her und steht dem iPad 2 in nichts nach: Leichter und genauso flach wie das Apple-Exemplar. Auch wenn das Tablet nicht aus Aluminium besteht, wie das iPad, so liegt es dennoch gut in der Hand und macht einen stabilen Eindruck. Auch beim Preis des neuen Tablet-PC sieht sich Samsung auf Augenhöhe mit Apple oder sogar noch ein Tick weiter: 629 Euro, also 30 Euro mehr als das iPad 2, soll das Galaxy Tab 10.1 kosten.
Ein stolzer Preis für 16 GB-Speicher, 3G in Schwarz oder Weiß. Schade, dass Samsung nicht auf mehr Anschlüsse gesetzt hat, denn schließlich waren die beim iPad auch nicht in Masse vorhanden und somit hätte das Samsung-Tablet bei diesem Punkt punkten können. Stattdessen gibt es nur einen Einschub für die SIM-Karte, Anschluss für Kopfhörer und der Mulitport unten am Gehäuse. In Sachen Kamera macht der Konkurrent von Apple, das Samsung Galaxy, einen besseren Eindruck als das iPad 2. Es glänzt mit Funktionen wie Fotolicht, Touch-Fokus und Einstellungen für Blende, Weißabgleich, Smile-Shot und Panorama-Aufnahmen. Auch Videokonferenzen können mit der 2-Megapixel-Kamera abgehalten werden. Ein Handy in Großformat gibt es auch beim Samsung nicht, weshalb man damit auch nicht telefonieren kan. Mit dem Betriebssystem Android 3.1 wird das Tablet betrieben: Ein übersichtlicher weißer Hintergrund mit einigen Widgets sind die Folge dessen und geben ein gutes Bild ab. Bei Smartphones konnte Samsung besonders durch die beliebte Oberfläche TouchWiz punkten, leider verzichtete es diesmal darauf, doch man hofft, dass dies noch nachgeliefert wird. Ein wichtiger weiterer Punkt sind die Apps auf dem Tablet-PC von Samsung, was gleichzeitig das größte Angebot an Apps auf Android-Seite hat: Allerdings immer noch weniger als Apple. Das soll sich jedoch ändern: In den nächsten Monaten möchte Samsung weitere Applikationen anbieten, dann soll auch eine Film-App folgen, in der Blockbuster ausgeliehen oder aber gekauft werden können.
Von großer Bedeutung ist die Schnelligkeit des Samsung Galaxy Tab 10.1. Hierbei lädt das Tablet Internetseiten problemlos und schnell, allerdings – im Vergleich zum iPad 2 – mit, wenn auch wenig, Ruckeln. Auch die Bedienung des Bildschirms verläuft nicht ganz so flüssig wie beim iPad, bei dem das Touchscreen sofort auf Fingerdruck reagiert. Beim Samsung-Tablet verzögert sich die Reaktion etwas, funktioniert aber dennoch schnell. Bei der Akku-Laufzeit muss Samsung wieder einige Punkte an Apple verschenken, weil das Galaxy nicht so lange wie das iPad 2 aushält. Insgesamt präsentiert sich das Galaxy Tab 10.1 sehr stark, allerdings immer noch zu schwach im Vergleich zu Apples iPad 2.

Samsung Galaxy Tab, Foto: paymentmax_flickr